streuhand (liebesgedicht 2010)

April 8, 2014

ich lese deine hände nicht

ich flechte sie in die hohlräume meiner

zartbetäubt um kurz nur zu spüren

wie sie uns halten

zu spüren wie wir

 

platanenhänden gleichen

windgrün schält sich uns

die schwinge in den ersehnten judaskuss

 

 

Und Du zitterst von Ahnungen*

scheu schiebst du die geste die zwinkernde

in ihre blanke etüde zurück – deine finger: so gelenkig davon

für den spagat zwischen dem einen wort

und dem nächsten / du

hangelst nicht /

dabei

Und weißt nicht, warum Deine Träume stöhnen*

 

*Lasker-Schüler

 

 

 

 

 

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