versehnen II

Dezember 19, 2012

II.

Denn die alte Heimat gibt es kaum.

 

du

hast dich über

tragen

die vierte person deiner singularisierten welt

noch immer

du

 

die netzhaut ist ohne geschlecht

 

du stehst kopf

über oben ohne

aber oben ohne

rübe oben ohne

rabe

 

die nesthaut bleibt ohne gefecht

 

wärmst dich und deine brave neue welt

rufst deinen namen anders an

und stocherst in einer sagen wir

sage vage gewagt in den tag

 

Nur das »Weh«, es blieb.

 

die testhaut leibt ohne

 

so ist es recht so wird die sprache umgangen so leibst du leer so nimmst du deiner person die aula so nimmst du ihr die rezeption so nimmst du ihr den langen kargen neonröhrenflur das sekretariat das stempelkarussell die geheimhaltung nimmst ihr so „da können sie jetzt nicht rein“ damit du nicht länger verdauern musst dass niemand kommt!

die geheimhaltung die unhintergehbare

denn jedes wort wird durch deinen körper geschleust und gestimmt und gestimmt und gestimmt und

getrimmt auf soso und jaja und

ja nee is schon klar du bist

halt

ein mann eine frau eine sowas von typische sache

halt

status quo: hintergangen

der testlauf lebt

dein rabe steht kopf

Das »Heim« ist fort.

zitate: mascha kaléko

 

 

 

 

 

 

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