unbeiwort

November 26, 2012

vielleicht erwarten wir zuviel voneinander.

vielleicht ist die sprache nur deshalb so klein, weil wir nicht miteinander reden. vielleicht ist sie nicht klein. vielleicht soll sie nur nötig sagen können, was doch immer so sei und so wär. ‚das ist nun mal so.‘ vielleicht brauchen wir die sprache nicht zum denken. vielleicht doch. vielleicht brauchen wir sie zum teilen von gedanken. vielleicht sind wir: sprache/gedanken. vielleicht ist die sprache ein organ, das zu einem ich werden lässt und gleichmäßig die sprachgemeinschaft zu einem siamesischen n-ling formiert. in jedem ich, in jeder äußerung schwingt die gemeinschaft mit. vielleicht. wie viel? vielleicht. vielleicht denken wir nur in sprache. vielleicht nur in lautsprache. nein. vielleicht ist denken schon die wurzel der sprache. vielleicht sprache selbst.  vielleicht ist sprache aber bloßer transmitter. a und b teilen sich ein wort wie eine fähre. vielleicht ist die ganze sprache eine fähre zwischen zwei inseln, die sich sonst nie begegnen. auf dieser fähre endet die analogie.

vielleicht ist das so. vielleicht leihen sich körper und sprache den leib:

wie viele wörter ich kenne und orte sommer wie hinter der sprache die ich bewohne behause wohl kaum zu sehr bin ich gast und lass mich ein auf den begrüßungsschluck lass ein lass leg ein das gute wort das frische leg es ein ( den mund in die hand auf die fähre wohin uns dieses bild auch führen mag / du sein leseleer in fleisch in blut in ich ) …

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