die lauer im kopf

November 14, 2012

dies ist ein in-der-welt-sein

ein geworfensein

aufgeschmissen/draufgesch

rieben: sich die hände

um es warm zu haben

für das offene buch mit

sieben: siegeln / nicht: siegen

 

sitze kreuzung friedrichstraße/kochstraße. checkpoint charlie. disneyland. mein blick fällt auf das mauermuseum. mein blick fällt.ich falle mit. frage mich, wie sehr etwas (auf welche weise) gewesen sein muss, um betrachtungsrechte zu erhalten. mit dach überm kopf und immer den gang entlang.

was darf begangen werden. was davon ist vergangen. was davon wird vergangen bleiben. und woran hat man sich vergangen. für die optimale ausleuchtung einer geschichte, die keine gewesen sein wird.

die wahrheit aber ist naheliegend. klar auf der hand. die erde ist eine scheibe, um die sich die sonne brav dreht. klar auf der hand: der eid ist eine scherbe und

der erbe hat keinen schneid.

genug mit den worten gespielt. der mensch ist nur da ganz mensch, wo er spielt. und ganz sind wir nicht. nicht ganz dicht.

mauermuseum. jeden tag die eigenen mauern nicht sehen. dabei wären sie geeigneter, betrachtet zu werden. das bessere wollen und mauern zu fall bringen. das bessere wollen, aber nicht gönnen. selbst wenn das bessere ‚überleben‘ bedeutet.

ich habe das ‚bessere‘ gewollt. „kinderüberraschung“ hieß es für mich. für andere hieß es lebensbedingung. und auch heute gibt es menschen, die besseres wollen. unter ihnen sind zahlreiche, denen selbst lebensbedingung zu fern klingt, da ihnen die überlebensbedingung genügte.

geständnis ->

ich weiß nicht, wie dieser text sinnvoll ausklingen kann, da mir folgendes bild noch viel zu nah geht, es aber mitgeteilt werden möchte:

berlin / brandenburger tor / pariser platz / wiener kutschen / nva-soldat / schwarzgeschminkter gi / micky maus / darth vader / dazwischen: sei wochen ausharrende flüchtlinge = menschen

dieses bild. so irritierend. und ehrlich, ich habe dagestanden und konnte nicht anders als weinen.

(weitermach-)finale

flugblatt: „Wir sind Menschen, und da wir unser Menschsein nicht ändern können, wollen wir die unmenschlichen Zustände ändern.“

weiter

endlich weiter…!

 

 

 

 

Eine Antwort to “die lauer im kopf”

  1. milchhonig said

    Streift Heidegger – ganz unaufdringlich – schön – gefällt mir.

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