stand.

Oktober 22, 2012

es ist nicht leicht, dumm dazustehen. dafür muss man nämlich was tun.

wer dumm dastehen will, muss sich einen fehler hart erarbeiten und zwar unter einschluss der öffentlichkeit. es benötigt mindestens einen, der erwartet, der deinen versuch, seinen erwartungen zu entsprechen, bemerkt – und zwar genau dann, wenn du diesen erwartungen nicht genügst. dann sagt er „fehler“ oder schaut wenigstens, als könnte er das sagen. willenwollwürde er nämlich. sagt ja sein blick. und der ist kein offenes buch mit sieben siegeln. nein, dieser blick ist mehr: er spricht bände. ein

offizieller blick ist vielleicht dezenter, aber wir wissen alle, welch große literatur in eine datei geringen ausmaßes passt. und paff: schon weißt du, er spricht bände, er liest dir seine enttäuschung vor. verzichtet nicht einmal auf die interpunktion. nein. auf die interpunktion kommt es beim bändesprechen ja gerade an.

dann steht man dumm da. die frage ist nur: muss ich das sein, der mich dumm dasteht? oder steht nur der, der mich dumm dastellt, dumm da? oder wir beide? vielleicht stehe ich nur anders da. einfach so. da stehst du vs. dumm stehst du da. dudumm.

schau. dieses bild:

 

 

ich nenne es „landebahn (neu für SIE: mit fahrradabstellmöglichkeit im hinteren bereich)“

nun gibt es tatsächlich menschen, die behaupten würden, das sei falsch. und sie haben recht. denn in ihrer erwartung an die welt und ihrem drang folgend, aussagen einen wahrheitswert zukommen zu lassen, ist das nun mal falsch. eine aussage, so die definition, besitzt einen wahrheitswert. man muss wahr oder falsch sagen können. zu unterscheiden sind noch performative sprechakte. sie sind weder wahr noch falsch, da sie ja erst die wirklichkeit schaffen, von der sie reden. hiermit erkläre ich sie zu mann und frau und bummzack -> neue wirklichkeit. doch auch dies funktioniert nicht bei diesem foto: hier ist etwas abgebildet, dessen wirklichkeit bereits besteht. die stühle und tische sind materielle elemente einer instutionalisierten wirklichkeit. diese wirklichkeit existiert also bereits. warum verwendest du sie nun quasi parasitär? denn, um genau zu sein, dein versuch einer metaphorisierung schlägt schon deshalb fehl, weil diese übertragung kein (gehaltvoller) versuch ist, einem problematischen sachverhalt auf engstem raum und quasi durch eine art schaffung eines archimedischen punktes zur lösung zu verhelfen. und bitte entschuldige meine unpräzise formulierung, aber der laden schließt in 15 minuten. aber lass dir eins gesagt sein, früher hat man solche leute wie dich in die anstalt gesteckt. und tut es heute noch, aber psst. und nochmal laut: geh in die anstalt. dort gehörst du hin. ihr seid doch alle bremsen auf dem wege zur wahrhaftigkeit. du und deine einbildungen. nun geh von dannen und steh hier nicht so dumm da, ich bin dabei zu erleuchten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: