kinderoper

März 10, 2012

heute mal was dieser art:

die proben hängen zwischen den zähnen. die haut ist wundgescheuert. jeder kriecht nur noch an seiner grenze entlang.

und doch ist bei allen die vorfreude groß. am dienstag gibt es eine premiere der besonderen art. im rahmen der 60. tage der brüderlichkeit wird hans krásas kinderoper ‚brundibár‘ aufgeführt. eine oper von kindern für kinder. eine oper mit botschaft und eine oper mit umständen. mit besonderen umständen. umstände, die diese oper und ihre botschaft so besonders werden lässt.

zum inhalt und zu den umständen: http://de.wikipedia.org/wiki/Brundib%C3%A1r

es waren fabelhafte probentage. es waren anstrengende. wie es sich gehört.

die kinder. die kinder sind alles große seelen. sie machen glücklich, wie kaum sonst etwas glücklich macht. es gab sprachlose momente mit ihnen. momente, in denen die augen alles sagten. in denen der mund nur reste hervorzubringen im stande gewesen wäre. kinder sind toll. ohne sie wäre die welt nur ein verdammtes stück nichtparadies. ein ungarten eden.

was ist so wunderbar?

es ist ein großer, aus drei elementen bestehender chor: da sind die vorschulkinder und die bisviertklässler in einem. da sind die 12-16 jährigen in einem anderen. und da sind die erwachsenen, wohl bis 50+ im dritten. die erwachsenen, das sind die härtesten nüsse. nicht die pubertierenden. die nicht. es sind die erwachsenen. glaubt mir.

ist da noch mehr?

ja. der chor ist ein ökomenischer. dort sind menschen aus beiden nachbargemeinden. menschen, die zur messe gehen. und menschen, die zum gottesdienst gehen. „ist hier morgen messe?“ „sebastian, hier gibt es keine messe.“ die proben fanden stets im protestantischen gotteshaus statt.

die aufführung ist eingebettet in das rahmenprogramm  jüdischen großveranstaltung.

und der regisseur, meine wenigkeit, ist durch und durch existenzialist.  aber einer mit agnostischen zügen. deshalb gelingt mir der zugang auch, selbst wenn die ohren manchmal zufallen mochten.

und zu guter letzt ist das besondere an diesem chor seine vielfalt an persönlichkeiten, die aber alle aufeinander acht geben: da sind die hochbegabten und klassenspringenden, die stillen, die hyperaktiven und auch (ich weiß leider kein besseres wort, ich würde es so gern besser sagen) die geistig behinderten, die psychisch belasteten. all sie finden hier geborgenheit. und diese geborgenheit lässt sie groß werden und großes vollbringen. unterstützt vom einem orchester, bestehend aus musikstudenten und auch gewandhausmusikern, werden sie am dienstag dem publikum ein großartiges bühnenpräsent überreichen.

 

allen vielen vielen dank! vielen dank für diese großartige möglichkeit, die mir die projektleiterin bot, vielen dank für diesen einmaligen chor. und vielen dank auch denen, die mir beistanden, mir den rücken stärkten: vielen, vielen dank! Ihr seid fabelhaft. ❤

 

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