undweiter

Februar 29, 2012

vorüberregend / vornübergehen

die thomaskirche im blick. 800 jahre thomaner im abruf. mein hirn funktioniert noch. so viele dinge im blick, im gedächtnis wörter dazu. das gedächtnis sind keine wörter. wörter sind dolmetscher. das gedächtnis kommt auch ohne sprache aus. vielleicht. ich glaube es kaum.

deshalb rede ich über das nichts, als wäre es brauchbar, aber kalorienarm wie süßstoff. ich täusche mir zucker vor. das hirn erwartet hoffnung, erhält nichts.

immer erwartet das hirn. immer will es irgendwo sein. will sich aufrechnen, will sich einigeln –

einigeln wir uns auf etwas / und mag es nirgendwo sein. nirgendwo ist keine gefahr. aber das hirn ist gerissen: hirn und hergerissen.

es leuchtet in den modischsten farben. der gesang seiner sirenen verführt in den neuesten errungensounds: auditory display. frisch und frisch an den alten bedrohungen lang. mein mandelkern ist eine hochtechnisierte pandora. ihre büchse ist schneller als jede berührung.

am ende bleibt mir der blick auf die thomaskirche und das wissen, ein gedächtnis an diesem blick zu stillen. auch wenn es darauf nicht ankommt.

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