steril

Februar 13, 2011

blässe hängt an deiner haut
während du die hand zum mond verführst
die fingernägel wolkenfrei
da hast du deinen mond
da hast du deine monde
schau / verlangst den brief
zurück / verlangst nach …

keine stunde mehr
die fliesen im bad zählen die haare
sagen zählen sagen sie
sagen deine hörst du? deine haare
wie schnee auf den fliesen liegen sie deine haare hörst du?

intermezzo: fliesen wie fließende fensterrahmen, ein kittel, ein arzt, ein angehöriger

arzt / kein arzt in meinen augen
ich kneife sie
fest zusammen kneife sie fest
zusammen

– –

ich war dabei
nun ist die zeit nicht mehr
nur mehlstaub von gestern
vergesten sich die hände die starren die blassen
du warst / wünsche ich niemals zu hören
verlangst den brief zurück
zu schrei / ben auf die leere hin
du weißt ich weiß zu erzählen davon / auf die leere hin wird keine leere sein
erzählen davon
weiß ich
weiß

 

 

mit diesem gedicht (ebenfalls ein myspace-abkömmling) und den beiden vorgängern erkläre ich den trilogischen zyklus für geschlossen

 

 


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2 Antworten to “steril”

  1. Fräulein N. said

    Du schreibst schön. 🙂

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