fug und trug

Januar 5, 2011

‚wortfliesen die palier stehen‘

denkst du noch

 

du schreibst deine worte nicht mit dem fineliner in der hand

du willst ihnen die angst nehmen zerkratzt zu werden

gibst lieber biedere tipps ab

für buchstaben denen du vertraust

weil sie gewohnt sind

von dir betastet zu sein

 

du hast deine ordnung im kopf

das erste wort das zweite das dritte

wortnung / vom dichtenerst-dannhandeln stellst du sie

neben und neben und neben

fügst andere bei

als seien es die letzten beim sport auf der bank

die sich anderen fügen müssen

wie einst auch du

nachdem andere sich fügten dich zu fügen

 

wie einst auch du

palierend deinem körper eine sprache näher kamst

körper der vorübergehende

 

doch so bleibt es auch:

wie ist dein körper nur papier

tippst du dir liebesgesten

unvertraut / tippst über

tippst über mit den vertrauten

hast deine ordnung im kopf –

brichst deine ordnung

tippst trotzig liebesgesten dir auf den leib

 

dann streicht deine hand mit dem edding die unvertraut kostbaren worte

 

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Eine Antwort to “fug und trug”

  1. erdbeerfreundin said

    mein lieber,

    du schreibst wunderbar 🙂

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