schaumband (griffbereit)

September 7, 2014

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möchten sie diese gegenwart streifen?

wir können auch umwege anbieten

ganz nach ihrem geschmack

in drei verschiedenen größen

mit platz für milch

(klingt beinahe nach sex oder kummer

immerhin steht alles parat)

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sie wollen diesen band zeitgenössisch?

wir können auch überweisungen anbieten

(nach ihrem geschmack

In drei verschriebenen plätzen für ->) Milch

sie scheint nach sex oder herzschmerz

schließlich ist alles bereit

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(den brand zeitgenössischen?

wir bieten auch shuffle-service)

geschmackzeitig als milchraum

es scheint geschlecht oder angst fast

am ende ist alles berührt

 

auflösung

September 4, 2014

auf das ausschweifende nachrücken der kinderschuhe

darauf freue er sich

und kommt in die füße ein knoten

mag sein ein gordischer orgelpunktknoten

‘phrygischer art’

darüber die wanderung durch die akkorde

als gäbe es eine musik

 

ohne abbruch

 

 

blautwerk

September 2, 2014

idee am haken

sonderleblos

(un)gedicht

 

bleibt rührtee

bleibt jahresrückblock

bleibt bleiblau ins blaue hineinwolken

(un)superesse

 

und selbst?

keine-fiktion-samstag

August 25, 2014

wie es war:
samstag. auf der rückfahrt von halle nach leipzig war eine geistig verwirrte frau (was ich mangels besserer begriffe so sage, ohne es diskriminierend zu meinen) mit in der s-bahn. man ahnte vage, was sie durchmachen muss im innern, fühlte sich bedroht, schrie auch mal auf, wenn sie in den mitreisenden wesen sah, die sie verletzen oder gar töten wollen.mir tat sie leid.

bei einigen fahrgästen kam allerdings unmut auf. und woran wird dann zuerst gedacht? an polizei. nicht, weil von ihr eine vermutbare gefahr ausging, sondern einfach, weil sie ‘lästig’ war. mir gegenüber saß ein älteres pärchen. es tuschelte die ganze zeit: wie nervend das sei. “die ist doch krank, gehört weggesperrt. gesindel.” einige minuten war ruhe. plötzlich schrie die verwirrte frau auf. nur ganz kurz. “man sollte diese schlampe rausschmeißen”, zornte der pärchen-herr nun für alle hörbar, “am besten während der fahrt.” und plötzlich platzte es aus mir heraus: “dann können sie ja direkt vorgehen!”
ich war über mich selbst erschrocken: hab ich das grad gesagt? mein herz raste, wurde aber rasch besänftigt. zum einen durch mir zustimmend nickende fahrgäste und zum anderen durch das nun merkwürdig entstellte gesicht des herren.
leider warteten am bahnhof in leipzig bereits vier polizisten, die verwirrte frau in empfang zu nehmen. ein ‘besorgter’ fahrgast  hatte diese vom personal rufen lassen.

tja.

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