blautwerk

September 2, 2014

idee am haken

sonderleblos

(un)gedicht

 

bleibt rührtee

bleibt jahresrückblock

bleibt bleiblau ins blaue hineinwolken

(un)superesse

 

und selbst?

keine-fiktion-samstag

August 25, 2014

wie es war:
samstag. auf der rückfahrt von halle nach leipzig war eine geistig verwirrte frau (was ich mangels besserer begriffe so sage, ohne es diskriminierend zu meinen) mit in der s-bahn. man ahnte vage, was sie durchmachen muss im innern, fühlte sich bedroht, schrie auch mal auf, wenn sie in den mitreisenden wesen sah, die sie verletzen oder gar töten wollen.mir tat sie leid.

bei einigen fahrgästen kam allerdings unmut auf. und woran wird dann zuerst gedacht? an polizei. nicht, weil von ihr eine vermutbare gefahr ausging, sondern einfach, weil sie ‘lästig’ war. mir gegenüber saß ein älteres pärchen. es tuschelte die ganze zeit: wie nervend das sei. “die ist doch krank, gehört weggesperrt. gesindel.” einige minuten war ruhe. plötzlich schrie die verwirrte frau auf. nur ganz kurz. “man sollte diese schlampe rausschmeißen”, zornte der pärchen-herr nun für alle hörbar, “am besten während der fahrt.” und plötzlich platzte es aus mir heraus: “dann können sie ja direkt vorgehen!”
ich war über mich selbst erschrocken: hab ich das grad gesagt? mein herz raste, wurde aber rasch besänftigt. zum einen durch mir zustimmend nickende fahrgäste und zum anderen durch das nun merkwürdig entstellte gesicht des herren.
leider warteten am bahnhof in leipzig bereits vier polizisten, die verwirrte frau in empfang zu nehmen. ein ‘besorgter’ fahrgast  hatte diese vom personal rufen lassen.

tja.

immer dort

August 19, 2014

den bauch leertanken den körper zurückziehen in seine möglichkeiten die auch nur vorschriften sind da gibt es kein entkommen manche vorschriften könnten mir so passen und so weiter und so fortbewegen fortbegehren ist das ein ende

aber das ist kein ende es ist ein objektiv auf der zwangsgeraden die sich nylon nennt und faden und durchgeht durch die extreme ganz banal und du darüber hinweg wie auf gleichgewicht und sucht ach immer diese sucht und immer dieses gleichgewicht

aber das ist kein senden das ist nur geschrieben verpackt und dann doch ein senden es ist so: manchmal zähle ich die städte durch in denen ich schon war es sind nicht viele aber da war ich schon und überall ist die stadt synchron zu meinem kopf gelaufen ein stück zusammen ein stück auseinanderdriftend naja synchron was heißt synchron vielmehr lag die stadt bei 441 hz ich hingegen bei 440 hz das vibrierte und ab und an und kitzelte war es laut war es voll immer dann wenn wir uns einig waren und bereit zur überlagerung was heißt das schon

aber das ist kein bauch in seinen möglichkeiten

das ist kein ende

das ist nicht einmal was oder irgendwas das ist

momentan ist amazon wieder im gespräch. das ist wichtig. wer zudem einmal das andere ende der amazonk-spielerei beschnuppern will, dem sei “saisonarbeit” von heike geißler zu empfehlen. die autorin beschreibt den ein- und abstieg in die amazon-verpackungsszene aufgrund der handelsüblichen vereinbarung, als autorIn nicht vom AutorIn-sein leben zu können. damit sind nicht wenige hier vertraut. vermutlich sind ebenso nicht wenige mit dem text vertraut. dennoch wollte ich ihn noch einmal verlinken: http://www.editonline.de/saisonarbeit/

das buch erscheint im oktober und kann bei amazon erworben werden: http://www.amazon.de/Saisonarbeit-Volte-Edition-Mathias-Zeiske/dp/3944669665
wer weiß, vielleicht erst 14 wochen später, weil amazon es zurückhält und vielleicht auch von heike geißler persönlich verpackt.

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